Probleme mit der Schilddrüse

Dieser Artikel ist in Ausgabe 02/2017 von "Ordination und Klinik", dem Newsletter des Krankenhaus Göttlicher Heiland, erschienen.
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Erkrankungen der Schilddrüse sind häufig. Bei jedem dritten Erwachsenen zwischen 20 und 60 Jahren treten Funktionsstörungen wie eine Unter- bzw. Überfunktion oder auch Knoten auf. Dabei ist es wichtig, zwischen harmlosen und behandlungspflichtigen Veränderungen der Schilddrüse zu unterscheiden.
Im Krankenhaus Göttlicher Heiland ist die Schilddrüsenchirurgie seit über 20 Jahren ein fixer Bestandteil des OP-Spektrums. Seit jeher bestehen für Ambulanz- und Operationstermine kurze Wartezeiten. Derzeit wird unter der Leitung von Univ.- Prof. Dr. Rudolf Roka, einem der führenden Schilddrüsenchirurgen in Österreich, dieser Eckpfeiler der chirurgischen Versorgung auf höchstem Niveau weitergeführt.



Abklärung in der Schilddrüsenambulanz

In der Schilddrüsenambulanz erfolgt ein ausführliches Gespräch mit der Patientin bzw. dem Patienten, mitgebrachte Befunde werden beurteilt, die Schilddrüse untersucht und weitere notwendige Untersuchungen festgelegt. Dabei ist auch die Evaluierung von Begleiterkrankungen wesentlich, nötigenfalls eine Korrektur und damit die Verbesserung der Ausgangslage. Durch die enge Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen, wie Innere Medizin, Anästhesie, HNO und Nuklearmedizin, wird bereits im Vorfeld der Operation eine umfassende Betreuung gewährleistet



Operation erfordert Liebe zum Detail


Im Falle einer Operation erfolgt entweder eine Teilentfernung (z.B. Hemithyreoid ektomie bei kalten Knoten), oder es wird die gesamte Schilddrüse entfernt (z.B. bei einem Karzinom und häufig auch bei Überfunktion). Intraoperativ wird besonderes Augenmerk auf die Schonung des Stimmbandnerves (Nervus laryngeus recurrens) sowie der Nebenschilddrüsen gelegt.

Dazu stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:


Wesentlich ist auch die simultane Anwesenheit einer Pathologin/eines Pathologen während der Operation, um im Mikroskop die Art des Tumors zu diagnostizieren. Bei der OP wird eine kosmetisch optimale und möglichst kleine Schnittführung angestrebt.

Nach der OP


In den ersten postoperativen Stunden wird die Patientin bzw. der Patient im Aufwachraum monitiert. Dies ist wichtig, um ein Hämatom in der Wunde rechtzeitig zu erkennen und gegebenenfalls in einem kurzen Zweiteingriff zu entfernen. Wundhämatome sind zwar selten, aber auch bei größter Sorgfalt nicht mit absoluter Sicherheit zu verhindern. In den zwei weiteren postoperativen Tagen werden auch Laboruntersuchungen vorgenommen, um vorübergehende Störungen wie z.B. einen post-operativen Kalziummangel zu erkennen und medikamentös zu behandeln. Danach kann die Patientin bzw. der Patient beschwerdefrei das Spital verlassen.



Gute Zusammenarbeit und Nachsorge


Nach der OP sollen sich Betroffene etwa drei Wochen schonen, um einen optimalen Behandlungserfolg zu gewährleisten. Besonders intensiv nachgesorgt werden Karzinom- und Morbus Basedow-Patientinnen und -Patienten. Bei speziellen Fragen steht die Schilddrüsenambulanz gerne zur Verfügung.



Leistungsspektrum der Schilddrüsenambulanz



  • Ausführliches ärztliches Gespräch
    und Beurteilung mitgebrachter Befunde
  • Klinische Beurteilung der Schild-
    drüse
  • Zuweisung zu notwendigen Untersuchungen (u.a. Labor, Ultraschall)
  • Abschließendes Arztgespräch zu
    den erhobenen Befunden und Therapieplanung
  • Ausführliches Aufklärungsgespräch
  • Postoperative Nachsorge

Schilddrüsenambulanz im Krankenhaus Göttlicher Heiland



Dornbacher Straße 20-28
1170 Wien

Anmeldung unter der Tel.: 01 / 400 88 - 6200

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