Schilddrüse

Univ. Prof. Dr. Rudolf Roka bietet in seiner Ordination unter anderem folgende Leistungen an:


Schilddrüsendiagnostik

Schilddrüsendiagnostik ist einfach in oder über meine(r) Ordination rasch zu erhalten
und besteht im Regelfall aus:


Schilddrüsenvorsorge

Die Schilddrüse ist eines der zentralen Organe im Hormonhaushalt des Menschen und beeinflußt die meisten Lebensvorgänge. Sie - besser gesagt, das von ihr produzierte Schilddrüsenhormon, das auch in Tablettenform erhältlich ist - ist notwendig für die normale geistige und körperliche Entwicklung und wirkt als eine Art "Lebensmotor".

Das Schilddrüsenhormon sorgt somit für die Aufrechterhaltung des Stoffwechsels, des Kreislaufes sowie für die normale geistige und körperliche Aktivität.
Dementsprechend sind natürlich die Möglichkeiten für Störungen und die damit verbundenen Beschwerden außerordentlich vielfältig.

 

Die Diagnose ist relativ einfach.
Mit der Blutabnahme wird der Wert der Schilddrüsenhormone (T3 und T4) und der die Schilddrüse steuernden Hirnanhangsdrüse (TSH) bestimmt. Damit hat man bereits einen verlässlichen Einblick in die Funktionslage (Über- oder Unterfunktion).

Auch das Szintigramm (durch Aufnahme einer kleinen Menge von Technecium) gibt Aufschlüsse über die Funktion der Schilddrüse. Damit ist einerseits die Überfunktion festzustellen (meist besonders intensiv speichernde Knoten), als auch der nicht aktive, kalte Knoten ( =ohne Speicherung), bei dem Tumorverdacht bestehen kann.

Jede Art von Vergrößerung der Schilddrüse wird als Struma (Details dazu siehe unten) bezeichnet. Eine gute informative Untersuchung über Größe und Form ist der Ultraschall (Sonogramm): Wir erfassen damit Größe und Zahl von knotigen Veränderungen, als auch deren Struktur (Cyste, harmloser Knoten oder Tumor).

Freilich ist damit das Spektrum der diagnostischen Möglichkeiten nicht zu Ende, die bleiben aber komplizierten Situationen vorbehalten.

 

 

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Unterfunktion

In zunehmendem Alter oder als Folge chronischer Entzündungen kann sich die Schilddrüsenleistung erschöpfen. Die Lebensfunktionen sind herabgesetzt, der Organismus läuft auf "Sparflamme".

Die Symptome sind: Müdigkeit, Antriebslosigkeit, depressive Verstimmung, Konzentrationsschwäche, Merkfähigkeitsstörungen, Gewichtszunahme, Haarausfall, Verstopfung und permanentes Kältegefühl.

Diagnose und Therapie sind einfach: Ist die Unterfunktion einmal bewiesen, genügt eine Tablette Schilddrüsenhormon, täglich eingenommen, und es kommt zu einer entscheidenden Verbesserung binnen weniger Tage.

Überfunktion

Genau gegenteilige Symptome zur Unterfunktion finden sich bei der Überfunktion: Der Organismus läuft auf "Hochtouren". Erhöhter Blutdruck, Nervosität, Gereiztheit, Unruhe, Zittern, Schlafstörungen, Hitzewallungen und Gewichtsverlust sind zu beobachten.

Die schwerwiegenste Folge ist jedoch die Wirkung auf das Herz durch Erhöhung der Herzfrequenz, Herzstolpern und anfallsartigem Herzrasen. Über längere Zeit hindurch hat dies ernste Konsequenzen.

Für die Therapie gibt es 3 Möglichkeiten: Durch Medikamente kann der Schilddrüsenhormonstoffwechsel normalisiert werden, allerdings nur bei einem Teil der Patienten. Meistens ist eine definitive Therapie, nämlich operative Reduktion oder Ausschaltung mit radioaktivem Jod notwendig. Bei gezielter Anwendung, je nach Lage des Falles, sind die Ergebnisse ausgezeichnet.

Die große Struma

Sie wirkt durch ihr Volumen und die dadurch verbundenen Kompressionserscheinungen vor allem auf die Luftröhre. Von einem anfänglich nur unangenehmen Kloßgefühl bis hin zu Erstickungsanfällen reicht die Palette der Beschwerden. Abhilfe schafft hier nur die operative Verkleinerung.

Tumore

Tumore treten häufig als gutartiges Adenom, seltener als Karzinom (bis zu 10%) auf. Erweist sich der Knoten im während der Operation durchgeführten Schnellschnitt als gutartig, genügt die Entfernung der betroffenen Seite. Im Falle von Bösigartigkeit müssen jedoch zumeist die ganze Schilddrüse und gegebenenfalls spezielle Lymphknotengruppen entfernt werden. Das onkologische Vorgehen ist durch internationale Leitlinien festgelegt und bewährt. Häufig ist danach eine Radiojodtherapie notwendig.

Das Schilddrüsenhormon wird dann als Tablette eingenommen und garantiert ein völlig normales Leben.

Glücklicherweise ist die überwiegende Mehrzahl der Karzinome sehr gut zu behandeln und praktisch immer heilbar. Selten können bösartige Tumoren auch familiär gehäuft und vererbt auftreten. Dieser Tumor ist duch eine Laboruntersuchung (Kalzitonin) als auch durch ein genetisches Screening nachweisbar.

Die Operation

Vor der Operation sind eine genaue Anamnese und umfassende Aufklärung wichtig. Die Operation ist wenig belastend und erfordert einen Spitalsaufenthalt von etwa 3 Tagen. Operative Probleme sind sehr selten. Am besten bekannt ist Heiserkeit, als Symptom infolge einer Irritation eines der beiden hinter der Schilddrüse ziehenden Stimmbandnerven.
Bei jeder Schilddrüsenoperation ist es daher notwendig ihren Verlauf durch vorsichtige Freilegung festzustellen oder sie mit zarten Instrumenten von der Schilddrüse loszulösen. Außerordentlich hilfreich ist die Verwendung des Neuromonitoring-Gerätes zur permanenten Feststellung der Funktionalität des Nerven während der Operation.
Sollte es trotzdem zu einer Störung der Nervenfunktion kommen, meistens aufgrund einer Schwellung, bildet sie sich in den meisten Fällen nach einigen Wochen bis Monaten zurück. In routinierten Händen liegt das Risiko einer postoperativen Funktionsstörung je nach Schwierigkeit der Operation zwischen 0 und 2%.

Vier hinter der Schilddrüse gelegene kleine Drüsen, die Epithelkörperchen, und das von ihnen gebildete Parathormon regeln den Kalziumspiegel im Blut und den Knochenstoffwechsel. Die Erhaltung von ausreichend funktionstüchtigem Epithelkörperchengewebe ist wichtig. Zwei gut durchblutete Nebenschilddrüsen sind für einen normalen Stoffwechsel ausreichend. Gelegentlich bereitet ihre Ablösung von Schildrüsenknoten Schwierigkeiten. In solchen Fällen kann die Autotransplantation von Fragmenten in die Muskulatur notwendig und hilfreich sein. Auch kann eine Nebenschilddrüse von Tumorzellen infiltriert sein und muß mitentfernt werden. Vorübergehende Funktionsausfälle können mit Kalziumtabletten und Vitamin D gut behandelt werden. Die Notwendigkeit einer dauerhaften Unterstüzung liegt je nach Resektionsausmaß zwischen 0 und 2 %.

Tumore der Nebenschilddrüse sind fast immer gutartig, aufgrund ihres erhöhten Hormonspiegels (Parathormon) steigt das Kalzium im Blut an. Leitsymptome sind Knochenschmerzen, Nierensteine oder ein unspezifisches Krankheitsgefühl. Für die Operation benötigt man die Möglichkeit der interoperativen Parathormonbestimmung. Die Erfolgsausichten sind ausgezeichnet.

Meist noch am Operationstag kann der Patient aufstehen und flüssige Nahrung zu sich nehmen. Der postoperative Schmerz ist ab dem zweiten postoperativen Tag nur noch mäßig spürbar.

Der Operationszugang wird so klein als möglich gewählt und kosmetisch genäht.

Nach der Operation

3 Wochen nach der Operation kann der normale Tagesablauf einschließlich sportlicher Aktivitäten wieder aufgenommen werden. Mit zwei Kontrollen nach Spitalsentlassung ist zumeist die richtige hormonelle Dosierung (Hormonersatztherapie) - wenn nötig - gefunden. Einmal jährlich eine schilddrüsenfachkundige Untersuchung sichert dem Patienten eine normale Funktion.